Ranking-Verlust durch Umzug oder Relaunch: So vermeidest du diesen teuren Fehler

Beachten beim Umzug bzw. dem Relaunch der Webseite

Es gibt einige Fehler, die beim Umzug der Webseite bzw. beim Relaunch gemacht werden können und unbedingt vermieden werden sollten. Sonst könnte es sein, das bisherige Rankings und damit verbundene Webseiten-Besucher verloren gehen.

Wichtig ist daher folgendes zu verstehen:

Egal, ob SEO (Suchmaschinenoptimierung) gewollt oder ungewollt stattgefunden hat, „kennt“ Google deine Webseite. Das bedeutet, dass die Webseite vermutlich indexiert wurde und für bestimmte Begriffe (Keywords) rankt – also in den organischen Suchergebnissen bei Google zu finden ist.

 

Das bedeutet, dass Google wohl folgendes von deiner Webseite kennt:

https://domain.de

https://domain.de/kontakt/

https://domain.de/produkte/

https://domain.de/produkte/produkt1/

Diese Links hat Google also indexiert. Falls du bewusst oder unbewusst ranken solltest, dann tust du das mit den aktuellen Webseiten und Links.

Wenn du dann deine Seite umbaust (Umzug, Relaunch, Umstrukturierung oder was auch immer), dann kann es sein, dass sich Links, die Google kennt ändern.

 

Zum Beispiel:

Alter Link: https://domain.de/produkte/produkt1/

Neuer Link: https://domain.com/de/produkte/produktansicht1/

 

Wie du sehen kannst, sind die beiden Links unterschiedlich.

 

Wenn du das jetzt einfach so machst, ohne dafür zu sorgen, dass Google diese Änderung kennt, dann passiert folgendes:

 

  1. Google kommt irgendwann wieder vorbei – genau genommen der Google-Bot bzw. der Google-Crawler und schaut sich die Seiten deiner Webseite an.
  2. Dabei sucht der Crawler deine Links, die er kennt und prüft, ob es Änderungen gab.
  3. Jetzt stell dir vor, dass der Crawler einen Link sucht, den er kannte und ihn nicht mehr findet, weil du etwas verändert hast. Dann passiert folgendes: Der Google Crawler wird den Fehler feststellen und wird früher oder später den Link aus den Suchergebnissen löschen, weil dieser Link nicht mehr existiert und einen Fehler bringt.

 

An dieser Stelle versetzen wir uns in die Perspektive von Google. Google will seine Nutzer –  also die Suchenden – zufriedenstellen. Es kann also nicht im Interesse von Google sein, fehlerhafte Links anzuzeigen.2603

 

Jetzt versetzen wir uns in die Perspektive eines Nutzers: Stell dir vor, dass ein Nutzer etwas bei Google sucht und dann einen Link anklickt, um eine Webseite zu besuchen. Dann stellt der Nutzer fest, dass der Link fehlerhaft ist. Was wird er tun? Er wird die Webseite schließen und eventuell erneut suchen. Natürlich wird der Nutzer sich nicht gleich komplett von Google abwenden, aber Google will seine Nutzer (was ja ziemlich viele sind) langfristig zufriedenstellen.

 

Daher:

Nutzer möchte keine fehlerhaften Seiten.

Google möchte keine fehlerhaften Seiten.

 

Das heißt: Auch du solltest aufpassen mit fehlerhaften Seiten.

 

Die gute Nachricht ist aber, dass du das mit Redirects – also Weiterleitungen – verhindern kannst.

 

In jeder Webseiten-Software gibt es technische Möglichkeiten eine Weiterleitung einzurichten.

 

Wenn du eine Weiterleitung machst, dann passiert aus Google-Sicht folgendes:

 

  1. Du erstellt einen Link.
  2. Google findet den Link und indexiert ihn.
  3. Du rankst für einen Begriff und bekommst Besucher.
  4. Du änderst die Webseite und veränderst den Link (vermutlich nicht nur den einen, sondern vielleicht auch mehrere).
  5. Jetzt der Gamechanger: Du machst eine Weiterleitung (Redirect) vom alten Link auf den neuen.
  6. Dann kommt Google wieder vorbei, denn das tut der Crawler ja regelmäßig.
  7. Der Google-Crawler findet deinen alten Link und dann deine Weiterleitung. Damit hast du dem Google-Crawler die wichtige Information gegeben, die er braucht: Nämlich, dass der alte Link nicht mehr stimmt und wo er die Infos jetzt findet.
  8. Dadurch ersetzt der Bot den alten Link mit dem neuen und rankt dich weiterhin.

 

Da ich häufig mit WordPress-Webseiten baue, nutze ich entsprechende Tools. In diesem Fall nutze ich das SEO-Plugin RANK MATH SEO.

 

Dort kannst du auf „Weiterleitungen“ klicken und siehst dann das hier:

Wenn du dann auf „Neu hinzufügen“ klickst, dann kannst du eine Weiterleitung einstellen:

 

Bei Source URL fügst du oben die alte URL ein.

Bei Destination URL fügst du unten die neue URL ein.

 

Danach solltest du das testen.

 

Falls du eine gesamte Webseite anpassen willst, dann solltest du eine Excel-Liste anlegen und alle alten Links erfassen sowie die neuen Links dann dort ebenfalls einfügen.

 

Das solltest du VOR dem Umzug vorbereiten.

Dann solltest du an einem Tag X den Umzug aktivieren bzw. den Relaunch aktiv schalten.

Unmittelbar danach solltest du die Excel-Liste abarbeiten und die Redirects einstellen.

 

Zusätzlich solltest du außerdem das kostenlose Google Tool „Google Webmastertools“ oder auch „Search Console“ genannt, nutzen.

 

Dort kannst du die neuen Links eingeben und Google mitteilen. Du siehst außerdem wertvolle Daten bezüglich deiner Webseite, wie Aufrufzahlen, fehlerhafte Links uvm.

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